Aufeinander zugehen, miteinander reden, gemeinsam handeln

Bürgermeisterkandidat und Bürgerliste auf Vorstellungstour durch die Gemeinde

Forst, Ottering, Moosthenning und Rimbach waren die weiteren Stationen einer Veranstaltungsreihe mit dem Bürgermeisterkandidaten Josef Spinnler. Bürgerlistenvorstand Peter Neumeier begrüßte die zahlreichen interessierten Gäste, darunter auch aktive und ehemalige Gemeinderäte aus den verschiedenen Ortschaften und konnte sich über ein jeweils volles Haus freuen. Er stellte die Kandidaten der Bürgerliste als motiviertes und engagiertes Team für die Kommunalwahl vor.


Es sei deren Ziel, gemeinsam mit Josef Spinnler die Gemeinde voranzubringen und mit den Bürgern einen konstruktiven und informativen Dialog zu pflegen. Die Kandidaten betonten, dass sie besonderes Gewicht auf eine größere Wertschätzung des Ehrenamtes, einen verstärkten Ausbau erneuerbarer Energien und das Zusammengehörigkeitsgefühl der Gemeindebürger legen wollen. Beim Erwerb von Baugrundstücken sollen Gemeindebürger vorrangig berücksichtigt werden. Mehr Engagement für die Bedürfnisse von Familien mit Kindern und die Belange von Senioren sehen sie als weitere
wichtige Aufgaben. „An Demokratie müssen sich die Bürger beteiligen dürfen, und deshalb ist es notwendig, dass ihre Belange ernst genommen werden“, betonten übereinstimmend die Kandidaten der Bürgerliste.

Bürgermeisterkandidat Josef Spinnler stellte anschließend seinen kommunalpolitischen Werdegang und die Schwerpunkte seiner zukünftigen Arbeit als Bürgermeister der Gemeinde Moosthenning dar. Seine detaillierten Aussagen bezogen sich auf die Bereiche Kinder, Jugend, Familie und Senioren. Als wichtiges Fundament unserer Gesellschaft sieht er das Ehrenamt in den ca. 70 Vereinen und sieben Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde. Sie seien die Garanten dafür, dass unsere Kinder und Jugendlichen in einer Gemeinschaft aufwachsen und Teamgeist erfahren dürfen. „Für mich als amtierender Feuerwehrvorstand und dann als Bürgermeister ist es selbstverständlich, das ehrenamtliche Engagement in allen Organisationen voll zu unterstützen“, so Spinnler.

Zu einer familienfreundlichen Politik gehöre auch die sinnvolle Ausweisung von Baugebieten und hier möchte er neue Wege gehen, indem Familien mit Kindern vergünstigte Grundstücke erwerben können.
In den anschließenden Gesprächsrunden ging Spinnler auf die Fragen, Beschwerden und Anregungen seiner Zuhörer ein und bewies dabei die Erfahrungen aus seiner achtzehnjährigen Arbeit als Gemeinderat. In Forst stellte sich die Frage nach einem Jugendtreff bzw. eines Gemeinschaftshauses, beides Maßnahmen, die für die Stärkung der dörflichen Gemeinschaft wichtig seien. Die flächendeckende Einrichtung von schnellen Internetleitungen, die auch kleinere Ortschaften und Weiler versorgen sollen, sei gerade im Hinblick auf immer mehr Heimarbeitsplätze eine wichtige Infrastrukturverbesserung. Ein Kinderspielplatz für die Ortschaft Forst sei schon längst notwendig und von den Bürgern gefordert. Von der Verwaltung sei aber diesbezüglich nichts unternommen worden.

In Moosthenning sorgte der Gehwegbau entlang der Kreisstraße für kritische Nachfragen, da es im Vorfeld dieser Maßnahme keine ausreichenden und zum Teil unterschiedliche Informationen für die betroffenen Anlieger gegeben habe. Spinnler wolle sich deshalb als Bürgermeister für mehr Mitsprache und Bürgerbeteiligung einsetzen. „Wenn ein Bürgerbegehren kommt, dann soll es auch angenommen werden“, so die eindeutige Aussage Spinnlers in Ottering. „Wie sollten denn sonst Bürger ihre Anliegen und Ideen an die Gemeinde bringen, wenn man sie vorher schon abblockt und mit ihnen nicht redet!“

Für Kritik sorgte auch die Straßenverengung auf der Brücke in Ottering, wo Warnbarken den neu gebauten Gehweg absichern sollen. Es würden vollendete Tatsachen geschaffen, ohne die Bürger rechtzeitig einzubinden. Da müsse man sich dann damit abfinden und sehen, wie man mit der Misere klar komme.

Viele Probleme und Verärgerungen in der Bevölkerung hätten bei einer besseren Informationspolitik seitens der Gemeindeführung vermieden werden können. Die schlechten Erfahrungen der Vergangenheit zeigen doch, wie wichtig es sei, durch frühzeitige und ergebnisoffene Informationsveranstaltungen, Diskussionsrunden und das Zulassen von Bürgerbegehren interessierte und betroffene Bürger in die Entscheidungsprozesse einzubinden und mit ihnen gemeinsam Lösungen zu finden.

Gerade beim Kreisverkehr in Unterhollerau, der Wasserversorgung in Rimbach, beim Gehwegbau in Moosthenning und dem Straßenbau von Lengthal nach Unterhollerau zeigte sich der Unmut der Fragesteller über die Vorgehensweise der Gemeinde. Da könne man als Bürgermeister die Leute nicht diskussionslos mit Aussagen wie, die Straße sei breit genug, abfertigen. Auch den Schulstandort Ottering und die damit zusammenhängenden Kindergarten- und Kinderkrippenorte hätte man frühzeitiger und ehrlicher kommunizieren sollen.

Verunsicherte Bürger, gespaltene Ortschaften, Unmut und Verärgerung bei den Betroffenen seien das Ergebnis. „Das kann man besser machen, indem man zuerst offen aufeinander zugeht, dann ehrlich miteinander redet und schließlich gemeinsam handelt. Ich werde es auch nicht jedem Einzelnen recht machen können, denn die Entscheidungen des Gemeinderates müssen das Wohl aller vorrangig berücksichtigen. Aber ich kann und werde auch noch mit denen reden, wo andere längst rausgeflogen sind“, so Josef Spinnler. Er bitte deshalb um die Stimmen der Bürger der Gemeinde Moosthenning.

Die nächste Informationsveranstaltung findet am Sonntag, 9. März, um
19.00 Uhr im Bürgersaal in Lengthal statt.